Immer mehr junge Menschen in der Schweiz sammeln Pilze. 20 Minuten spricht mit vier Pilzbegeisterten.

Traditionell mit einem geflochtenen Korb: Die Generation Z stürmt an freien Tagen in Schweizer Wälder, um Pilze zu sammeln. Sei es als Ausgleich zum Studium oder Job, zur Entspannung oder für einen bewussten Digital-Detox. Mehrere junge begeisterte Pilzlerinnen und Pilzler erzählen 20 Minuten von ihrem Hobby.
Michael (23): «Habe ein kleines Handbuch gekauft»

Der 23-jährige Michael ist seit kurzer Zeit leidenschaftlicher Pilzler. «Ich schaue mir jeden Abend ein Video von Experten an, um mich weiterzubilden», sagt der 23-Jährige. Aber auch mit einem kleinen Buch, das er immer dabeihat, informiert er sich über Pilze. Letzte Woche war er zum ersten Mal richtig erfolgreich: Michael hat mehrere grosse Steinpilze gefunden. «Sie haben sehr gut geschmeckt», sagt er. Seine Begeisterung steckt nach und nach auch seine Freunde an. Michael sagt: «Es ist wirklich ein tolles Hobby.»

Kim (24): «Es war ruhig und entspannend»
Kims Vater geht regelmässig Pilze suchen. Am Sonntag ist sie zur Abwechslung auch einmal mitgegangen. Die 24-Jährige mag Pilze nicht besonders, doch ihr Vater hat sie zusammen mit Pasta zubereitet.

Kim hat der Ausflug in den Wald sehr gefallen. «Ich finde es einfach cool, im Wald zu sein und die frische Luft zu geniessen. Ausserdem war es megaruhig und entspannend», sagt die 24-Jährige. Ihr Vater kennt sich extrem gut mit Pilzen aus und testet deshalb nur die Pilze, bei denen er sich nicht hundertprozentig sicher ist.
Silvan (34) geniesst das ruhige Hobby

Silvan (34) ist Pilzkontrolleur im botanischen Garten in St. Gallen. Er geht auch privat auf Pilzsuche: «Ich bin ein naturverbundener Mensch und geniesse das ruhige Hobby.» Er sammelt Pilze, seit er ein kleiner Junge ist. Anfangs hat er ebenfalls Holzkörbe zum Sammeln benutzt, heute nimmt er verschiedene Stoffsäcke mit: «Darin können die Pilze gut atmen.» In der Natur könne er besonders gut herunterfahren.

Linus (24): «Korb ist sehr praktisch»
Auch Linus hat die Begeisterung für das Pilzesammeln gepackt. «Wenn ich die Möglichkeit habe, gehe ich sofort», sagt der 24-Jährige. Er kennt sich nicht besonders gut aus und versucht, mit Apps und Handbüchern Pilze zu identifizieren. «Wenn ich mir nicht sicher bin, dann esse ich ihn auch nicht», sagt Linus. Der Korb sei einerseits Stilsache, andererseits auch einfach sehr praktisch: «Dann brauche ich keinen Rucksack mitzuschleppen und bin im Wald agil.»

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